Portrait in Malerei und Zeichnung
Das Antlitz bildlich zu erfassen, ist eine vielschichtige Aufgabe, die eine umfangreiche Ausbildung in verschiedenen Bereichen voraussetzt und für jeden bildenden Künstler eine lebenslange Aufgabe bleibt. Mein Ansatz ist ein nüchtern liebevoller Realismus, welcher vor allem auf das Wesen der Person schaut und die geistige Dimension des Menschen einzubinden versucht. Um mit Novalis zu sprechen, da ich selbst nichts Besseres zu formulieren wüsste: Das Äußere ist Geheimniszustand des Inneren. So bleibt mir als Bildner nur der meditative Blick und die konzentrierte, selbstvergessene Arbeit mit Pigmenten und Bindemittel, bis die innere Stimme das Bildnis mit einem Ja freigibt.
Das Modellsitzen ist für mich obligatorisch und ergibt sich aus der oben angeführten Position. Meiner Erfahrung nach ist die Arbeit am Portrait somit zugleich auch ein Erlebnis für das Modell – insbesondere die Konfrontation mit der Stille. In speziellen Fällen können Ausnahmen besprochen werden.
Die bildnerische Arbeit ist immer auch eine handwerkliche, also technische Frage, welche die Wirkung maßgeblich beeinflusst. Reproduktionen – digitale wie auch analoge – sind nur unzureichende Hilfsmittel, welche dem Original nachstehen, und nicht nur hinsichtlich seiner Einzigartigkeit. Meine Techniken sind vor allem die seidig matte, leuchtende Eitempera, aber auch die Mischtechnik, wo Tempera und Öllasuren zusammen aufgetragen werden. Zusätzlich biete ich gerne Wasserfarben auf echtem Büttenpapier an, also Aquarell und Gouache, die eine ganz eigene Feinheit und Leichtigkeit ausstrahlen und mit Passepartout und Rahmen ebenso Präsenz und Langlebigkeit verkörpern.
Scheuen Sie sich nicht, mit Fragen an mich zu treten. Der Möglichkeiten sind viele.
