“The artist is both poet, priest and philosopher.”

Gegen den mechanischen Dschungel der heutigen Welt
As outlined in Collins’ influential essay collection The Vision of the Fool, this idealistic figure pushes back against the “mechanical jungle of the contemporary world” and represents “the poetic imagination of life, as inexplicable as the essence of life itself”.(1)

Der Narr als Rettung des Menschen, des Lebens selbst
Mag sein, dass der Anspruch Dichter, Priester und Philosoph in einem zu sein, vermessen ist – Selbstinauguration -, wenn er nicht mit surrealistischer Offenheit verstanden wird. Offenheit, das muss hier heißen Ungenauigkeit, doch auch Idealzustand. Mag auch sein, dass der Surrealismus besonders im theologischen wie philosophischen Aspekt zu individuell und zeitgenössich, heißt auch zu destruktiv und irreführend ist. Mit Zunahme der Perfektion der Technik und Ausbau des Betriebes – bio politik et cetera – wird der Narr eine anthropologische Größe mit Gewicht.
Daily reminder: Es sind nicht die Narren, welche die Knochenmühlen und Lager füllen, noch dem Alltag und der Umwelt Seele und Herkunft rauben.
Für den Narren gilt das Primat des Politischen nicht. Das er freier und der Wahrheit ausgelieferter ist, macht ihn dem Mönch, dem Forscher, dem Künstler verwandt. Ist mit ihm ein Staat zu machen? Mit ihm allein wohl nicht. Oder nur notdürftig. Aber ist dies von Nachteil?
Der reife Narr ist dem Anarchen verwandt.
Letzte Änderung: 15. November 2024
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FUSSNOTEN
1) Folk horror and the Holy Fool: how Paganism re-enchanted modern Britain, Thom Waite, June 12th 2023, Link: https://www.dazeddigital.com/life-culture/article/60037/1/folk-horror-paganism-reenchanted-modern-britain-wicker-man-hellebore-weird-walk
BILDER
The Artist and his Wife, 1939, Oil on canvas, 121 × 91 cm
https://www.tate.org.uk/art/artworks/collins-the-artist-and-his-wife-t07733
Fool and Landscape, 1978, Oil on Masonite, 24,8 x 19,4 cm
http://www.artnet.de/k%C3%BCnstler/cecil-collins/fool-and-landscape-tDPcITsQ7qsR1gTjwlxuRA2
