Evangelium des Lebens und Kultur des Todes

In seiner vielbeachteten Enzyklika“Evangelium Vitae“ verteidigte der schon alte Papst Johannes Paul II. die frohe und lebensspendende Botschaft und griff eine zunehmende >Kultur des Todes< auf und an.

Die Kultur des Todes

Es zögen Kulturformen herauf, deren Protagonisten losgelöst vom Wort Gottes und dem Segen der Kirche, das heißt mit innerweltlicher Ratio wie Emotio, das Verhüten von Leben wie auch das willkürliche Beenden von Leben als Lösungen für Lebensprobleme betrachten. Das Unmöglichmachen und das Töten von Leben wird so zu einer eigenen, sich selbst rechtfertigenden Ethik, welche gegen das Evangelium geht und den Menschen Befugnisse zuteilt, die ihm nicht gebühren und deren Früchte schlechterdings schlecht sein müssen. Diese wachsende Kultur muss in ihren direkten wie mittelbaren Formen und Ausdrücken, in Wuchs und Wucherung, als >Kultur des Todes< bezeichnet werden.

Auch wenn das Schreiben vorrangig dem konkreten Lebensschutz gewidmet war und über sexuelle Verhütung, Abtreibung und Euthanasie aufklären und sie verhindern wollte, lohnt es sich auch heute noch Begriff und Inhalt des >Evangeliums des Lebens< für die bildende und angewandte Kunst fruchtbar zu machen.

Die ganze Enzyklika ist hier zu finden: https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_25031995_evangelium-vitae.html

[Letzte Bearbeitung: 19.05.2025, 11.31 Uhr]